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#trump #iran #experte Geheimdienste widersprechen Trumps Kriegsbegründung deutlich, doch politisch kann er davon nicht abrücken. Warum der Präsident unter massivem Druck steht und welche Folgen das für seine Zukunft hat. War die Bedrohung durch den Iran wirklich so akut, wie Donald Trump behauptet hat? Daran gibt es nun erhebliche Zweifel. Während der US-Präsident von einer unmittelbaren nuklearen Gefahr warnte, widerspricht ihm seine Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard. Für Politikwissenschaftler Thomas Jäger ist klar: "Die Dienste sind glaubwürdiger", sagt er im Gespräch mit FOCUS online. Schon vor Kriegsbeginn hätten sie keine akute Gefahr erkannt. Jäger nennt zwei zentrale Gründe. Erstens sei das iranische Nuklearprogramm bereits massiv geschwächt gewesen: "Im Juni 2025 wurden die Nuklearanlagen so getroffen, dass das Programm unterbrochen war." Seitdem sei "nichts wieder aufgebaut worden". Der zweite Punkt ist laut dem Politologen die "Erreichbarkeit" der USA. "Dazu bräuchte der Iran Interkontinentalraketen. Die hat er nicht", sagt Jäger. Teheran kann Washington also kaum direkt bedrohen. "Es wird Jahre dauern, sie zu entwickeln. Es wird Jahre dauern, sie mit nuklearem Material zu bestücken." Trotzdem hält Trump an seiner Darstellung fest. In Jäger Augen muss er das auch. Das hat innenpolitische Gründe. "Trump muss das behaupten, um seinen Wählerinnen und Wählern gegenüber sagen zu können: 'Ich konnte ja gar nicht anders, als diese Gefahr abzuwenden.'" Der Druck kommt von mehreren Seiten: Wähler: Steigende Preise für Benzin und Lebenshaltung erhöhen den Rechtfertigungsdruck. Midterms: Die Republikaner riskieren im Herbst den Verlust beider Kammern im Kongress. Inner Circle: Mitglieder der Administration hätten vom Krieg abgeraten. Für Trump könnten die aktuellen Entwicklungen weitreichende Folgen haben. Jäger spricht von einer "definierenden Entwicklung". Der US-Präsident stecke in einer Zwickmühle zwischen weiterer Eskalation und schwer vermittelbarem Rückzug. Vor allem aber verliert Trump Jägers Einschätzung nach ein zentrales politisches Narrativ: "Er wird sich nicht mehr hinstellen und sagen können: 'Ich bin der Friedenspräsident.'" Stattdessen habe er "einen Krieg geführt, den er gewählt hat. Niemand hat ihn dazu gezwungen, keine Bedrohung hat ihn dazu gezwungen." Damit wird die Frage nach der angeblichen Atomgefahr zum politischen Kernproblem - und zum Risiko für Trumps Präsidentschaft.
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