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Adenauer lehnt Handschlag und Straßenbefragung Hitlers ab

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Als der frisch zum Reichskanzler ernannte Adolf Hitler am 17. Februar 1933 für eine große Wahlkampfveranstaltung nach Köln reiste, empfing ihn Adenauer nicht persönlich am Flughafen und lehnte eine Rheinbeleuchtung zu seinen Ehren ab. Adenauer argumentierte, Hitler sei als Parteiführer und nicht als Reichskanzler in Köln. Zudem ließ der Oberbürgermeister Hakenkreuzfahnen entfernen, die auf der Deutzer Hängebrücke – und damit auf städtischem Eigentum – angebracht worden waren. Wenige Tage später wurde Adenauer vom Preußischen Staatsrat beauftragt, bei Reichspräsident Paul von Hindenburg Einspruch gegen die unrechtmäßige Besetzung des Dreimännerkollegiums und gegen verschiedene Verordnungen einzulegen. Adenauer mahnte insbesondere an, Einschränkungen der Presse-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit zurückzunehmen, und beanstandete den sogenannten Schießerlass des Reichskommissars für das preußische Innenministerium, Hermann Göring, durch den Übergriffe der preußischen Polizei gegenüber Bürgern gerechtfertigt werden konnten. Die am 25. Februar 1933 mit Göring und Vizekanzler von Papen darüber geführte Unterredung blieb ebenso ergebnislos wie Adenauers Appell vom 1. März an von Papen, die einschüchternde Anwesenheit von SA- und SS-Mitgliedern bei der Kommunalwahl am 12. März zu unterbinden. Im Wahlkampf lief die NS-Propaganda zu Hochtouren auf und griff ältere Vorwürfe gegen Adenauers vermeintlichen „kölschen Klüngel“, angebliche Misswirtschaft und unterstellten Separatismus auf. Korruption und Misswirtschaft waren gängige Vorwürfe, mit denen auch andere missliebige Politiker durch die Nationalsozialisten konfrontiert und diskreditiert wurden. Maßgebliche Kräfte bei dieser Hetze waren der nationalsozialistische „Westdeutsche Beobachter“ und die rheinische NSDAP-Größe Josef Grohé, von denen Adenauer als „Judenknecht“, „Blutjude“ und jüdischer „Großprotz von Köln“ bezeichnet wurde. Diese bösartigen und rassistischen Vorwürfe spielten auf Adenauers gute Beziehungen zu Juden wie dem Unternehmer Dannie Heineman und zur jüdischen Gemeinde sowie zur zionistischen Bewegung Kölns an.

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